Arina und Dina Mironskaya standen erstmals bei den Seniorinnen ganz oben auf dem Podest bei den Österreichischen Staatsmeisterschaften und sicherten sich souverän den Sieg in der Gesamtwertung der Mannschaftsvereinswertung. Sie traten für die Auswahl der Stadt Wien an (Präsidentin des Verbandes: Renate Reisinger).
Die Schwestern starten für den ältesten Sportverein Österreichs – den TV Mariahilf –, der dank des persönlichen Engagements von Heide Brunneder zu einem der ersten Vereine im Land wurde, der sich aktiv für die Entwicklung der Rhythmischen Gymnastik einsetzte.
Platz – TS Wien – 189,250 Punkte
Platz – TS Niederösterreich – 182,850 Punkte
Platz – TS Steiermark – 162,750 Punkte
Im Einzelmehrkampf gewann Dina Mironskaya die Silbermedaille mit einer Gesamtpunktzahl von 95,400 und musste sich nur knapp in einem sehr starken Teilnehmerfeld der Siegerin Julie Neumann (95,650) geschlagen geben. Arina Mironskaya sicherte sich mit einem Gesamtergebnis von 91,850 die Bronzemedaille.
Im Gerätefinale wurde Dina Mironskaya zudem erstmals bei den Seniorinnen Staatsmeisterin in den Übungen mit dem Ball und den Keulen. Sie gewann außerdem Silbermedaillen im Reifen- und Bandfinale. Im Gesamtmedaillenspiegel kamen sowohl Dina Mironskaya als auch Julie Neumann auf jeweils drei Gold- und drei Silbermedaillen und unterstrichen damit deutlich ihre Führungsrolle bei den Österreichischen Meisterschaften.
Leider musste Arina Mironskaya krankheitsbedingt am folgenden Wettkampftag zurückziehen und konnte nicht an den Gerätefinals teilnehmen.
Finalergebnisse Einzel Elite – Gerätefinals:
Ball:
Dina Mironskaya – 24,100
Julie Neumann – 23,050
Melina Mark – 22,000
Keulen:
Dina Mironskaya – 24,450
Julie Neumann – 24,450
Melina Mark – 23,600
Reifen:
Julie Neumann – 24,100
Dina Mironskaya – 23,800
Maya Nickonchuk – 22,550
Band:
Julie Neumann – 23,900
Dina Mironskaya – 23,100
Maya Nickonchuk – 22,750
Noch stehen zwei große internationale Turniere bevor: der FIG-Weltcup (18.–20. Juli 2025) in Mailand und der Challenger Cup (25.–27. Juli 2025) in Cluj-Napoca. Nach den Ergebnissen dieser Wettkämpfe wird endgültig entschieden, wer Österreich bei den Weltmeisterschaften in Rio de Janeiro (20.–24. August 2025) vertreten wird.
Ein Zwischenfazit der bisherigen internationalen Saison zeigt: Dina und Arina Mironskaya führen die Rangliste der österreichischen Nationalmannschaft an. Arina erzielte beim kürzlich in Tallinn ausgetragenen Europameisterschaft (4.–8. Juni 2025) das beste Resultat unter allen österreichischen Teilnehmerinnen. Auch Dina Mironskaya konnte ihre persönlichen Bestleistungen bei FIG-Turnieren weiter steigern – unter anderem mit einem Mehrkampfergebnis von 96,700 Punkten und einer herausragenden Reifenkür (25,500 Punkte) beim internationalen Turnier in Tiflis (14.–15. Juni 2025).
Insgesamt nimmt die sportliche Laufbahn der Schwestern Arina und Dina Mironskaya weiter Fahrt auf: Beide wurden kürzlich in das weltweite Ranking der Top 100 Gymnastinnen aufgenommen. Dina behauptet zudem bereits im zweiten Jahr in Folge souverän ihre Führungsposition im Nationalteam. So gewann sie im Vorjahr die Goldmedaille beim FIG-Qualifikationsturnier Gracia Fair Cup in Budapest – ein historischer Erfolg, denn zuletzt war dies einer österreichischen Gymnastin im Jahr 1988 gelungen, als Elisabeth Bergmann beim Medici Cup in Feldkirch Gold holte.
Hervorzuheben ist auch die gelungene Organisation der diesjährigen Staatsmeisterschaften, die als eine der besten der letzten Jahre gelten kann. Der frisch gewählte Präsident des Österreichischen Olympischen Komitees, Horst Nussbaumer, besuchte die Wettbewerbe der Rhythmischen Gymnastik persönlich. Die Meisterschaften waren zudem Teil des nationalen Großprojekts Austria Finals, das vom 18. bis 22. Juni in der früheren Olympiastadt Innsbruck stattfand – mit Unterstützung der Österreichischen Lotterien. Insgesamt nahmen 57.000 Sportlerinnen und Sportler in 37 Sportarten teil, bei denen 250 Medaillen vergeben wurden.